Tracheotomie - Tracheostomy                         
Dilatationstracheotomie - Dilational Tracheostomy
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Tracheotomie im Mittelalter

Während Andreas Vesalius (1514-1546), Professor der Medizin an der Universität von Padua beschreibt die Tracheotomie am Tier, auch er schlägt die Einlage eines Röhrchens aus Schilf in das Tracheostoma vor. Fabricius ab Aquapendente (1537-1619), hauptsächlich Anatom beschäftigte sich in seinen chirurgischen Schriften auch mit der Tracheotomie, wobei er selbst den Eingriff nie durchführte. In Sprengel`s Geschichte der Cirurgie lesen wir dazu: „Er hält die Operation für gefahrlos, da keine edle Organe dabey verletzt und die Blutgefässe leicht vermieden werden können. Er erhebt sie mit grossen Lobsprüchen, da plötzlich das Leben dadurch gerettet werde, welches schon verloren schien: vorzüglich scheint sie ihm zu seyn, wenn fremde Körper in die Luftröhre gefallen sind, oder dieselbe voll zähem Schleim steckt“ Fabricius faforisiert um Gefäße und Nerven zu schonen den Längsschnitt unter der dritten Knorpelspange und bringt ein kleines, gerades,´und kurzes Röhrchen in das Tracheostoma ein, um möglichst den Kontakt mit der Hinterwand der Luftröhre zu vermeiden. (Sprengel S181)

Ein Schüler von Fabricius, Julius Casserius (1545-1616) beschrieb die Operation noch genauer und bildete in seinem Werk „De Vocis Auditusque Organis Historica Anatomica“ die dazu benötigte Instrumente ab. Auch erklärt er genauer, warum der schnitt unter der dritten Knorpelspange erfolgen sollte, damit nämlich die Schilddrüse nicht verletzt werde. Er schlägt erstmals vor, gekrümmte Röhrchen in das Tracheostoma einzusetzen. (Sprengel S182)

Eine ausführliche Beschreibung und bildliche Darstellung findet sich bei einem weiteren Schüler von Fabricius, dem Deutschen Johann Scultetus aus Ulm in seinem Buch dem „Wund-Arzneylichen Zeughaus“

Ein aus heutiger Sich bedeutsamer Schritt war die vermutlich erstmalige Durchführung der Eröffnung der Luftröre mit einem Trokar-ähnlichem Instrument, der Paréschen Röhre durch Sanctorius Sanctorius. Das Instrument war eigentlich zur Ascitespunktion gedacht. Die Anwendung der Paréschen Röhre stellt gewissermaßen die Geburtsstunde der perkutanen Dilatationstracheotomie dar. Sanctorius Sanctorius (1561-1636), ebenfalls Professor an der Universität in Padua beschreibt die Methode in seinem Buch „Commentaria in Primam fen Primi Libri Canonis Avicennae“